LKW-Übung

Es war eine außergewöhnliche Übung, die zwei Gruppen der Pfarrkirchner
Feuerwehrleute auf dem Gelände des Bauhofs absolviert haben. Außergewöhnlich
deshalb, weil es um eine technische Hilfeleistung an einem Lastwagen
ging. Und ein solches Übungsobjekt ist schwierig zu bekommen und folglich eine
praktische Ausbildung in diesem Bereich nur sehr selten möglich.
Bei der zur Verfügung gestellten Zugmaschine handelte es sich um ein von der
Stadt Pfarrkirchen zur Verfügung gestelltes Fahrzeug, das sich wegen seines Alters
und Zustandes für die Übung anbot. Im Gegensatz zur technischen Hilfeleistung
bei Autos ergeben sich bei Einsätzen mit Lkw-Beteiligung deutliche Unterschiede,
heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. Diese darzustellen und
wie in solchen Fällen vorzugehen sei, waren zentrale Punkte des Ausbildungstages.
So rückte die Feuerwehr mit Kommandofahrzeug, Mehrzweck- und Hilfeleistungslöschfahrzeug
20 sowie dem Rüstwagen (RW) an. Zunächst ging man auf die
technischen Besonderheiten (Bauart, Antriebstechnik, Gefahrstoffe, besondere
Gefahren der Einsatzstelle) ein, die bei Lastwagen zu berücksichtigen sind. Die
Teilnehmer beschäftigten sich zudem mit Fahrzeugkunde und bekamen eine theoretische
Einweisung für die verschiedenen taktischen Vorgehensweisen. Dann
ging es an die Praxis.
Zunächst stand die Sicherung der Zugmaschine inklusive der Fixierung der Kabine
an, die von elementarer Wichtigkeit für ein sicheres Arbeiten für Fahrer und Einsatzkräfte
sei, so die Feuerwehr. Weiter befasste man sich mit verschiedenen
Techniken im Bereich des sogenannten Glasmanagements, bevor Anbauteile sowie
die Türen mittels des Rettungsspreizers entfernt wurden. Hierfür waren zusätzliche
Sicherungsmaßnahmen notwendig, da Lkw-Türen ein sehr großes Gewicht
haben und gesondert gegen ein unkoordiniertes Herunterfallen gesichert
werden müssen. Wegen der Höhe muss dies alles von einer Rettungsplattform
ausgeführt werden.
Nach dem Entfernen der Türen ging es darum, eine weitere Öffnung der Kabine zu
schaffen, um ausreichend Raum zu haben, so dass eingeklemmte Fahrzeuginsassen
gerettet werden können. Für diesen Teil kamen die Rettungsschere sowie verschiedene
Rettungszylinder zum Einsatz. Im Anschluss galt es, noch eine Zugangsöffnung
mittels der Säbelsäge im Bereich der Kabinenrückwand zu schaffen.
Die beiden Ausbilder Max Knödlseder und Wolfgang Beißmann zeichneten verantwortlich
für die Durchführung der Übung im theoretischen sowie im praktischen
Teil. Am Ende gab es noch eine Nachbetrachtung, die die zentrale Punkten sowie das taktische
Vorgehen und der technischen Besonderheiten besprochen wurden.

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