Die ABC- und Gefahrstoffeinheit im Landkreis Rottal-Inn                             

In den 80er Jahren wurde im Rahmen des erweiterten Katastrophenschutzes der ABC-Zug im Landkreis Rottal-Inn eingerichtet. Die Ausrichtung der Aufgaben orientierte sich ausschließlich an den Verteidigungsfall. Aufgabe wäre gewesen, bei ABC-Lagen die Bevölkerung vor den Wirkungen entsprechender Waffen zu schützen und durch Dekontaminationsmaßnahmen Hilfe zu leisten. Der ABC-Zug Rottal-Inn fungierte bis zur Umstrukturierung im Jahre 1997 als eigenständige Einheit.

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde der Zivil- und Katastrophenschutz im Landkreis Rottal-Inn umgebaut und die Trägerschaft an die Feuerwehren übergeben. Aufgabe des ABC-Zuges ist nicht mehr nur die Hilfe im Verteidigungsfall, sondern auch Hilfe bei Katastrophenfällen mit Bedrohung durch ABC-Gefahrstoffe (z. B. Störfalle bei Kernkraftwerken, Terroranschläge mit ABC-Waffen, etc.).

Aufgrund der ständig steigenden Unfälle mit ABC-Gefahrstoffen wurden im Jahre 2005 die ABC- und Gefahrstoffeinheit des Landkreis Rottal-Inn gegründet. Der ABC-Zug wurde mit bereits vorhandenen Spezialgruppen der Feuerwehren zu einem Gefahrstoffzug zusammengeführt. Die neue Einheit besteht aus folgenden Fachbereichen:

  •     Erkundung und Atemschutzsammelstelle /-überwachung (Feuerwehr Pfarrkirchen)
  •     Geräte- und Personendekontamination (Feuerwehr Triftern)
  •     Gerätewagen-Gefahrgut (Feuerwehr Eggenfelden)
  •     Brandschutz (Feuerwehr Wittibreut)
  •     Öl-Schadenzug (Feuerwehr Simbach)
  •     Hilfe bei Bahnunfällen mit Bahnrüstsatz (Feuerwehr Bad Birnbach)

Die Gefahrstoffeinheit ist für den gesamten Landkreis Rottal-Inn zuständig bei Unfällen mit ABC-Gefahrstoffen.

In der Feuerwehr Pfarrkirchen sind derzeit 12 Feuerwehrmänner für diesen Spezialdienst vorgesehen und besetzen im Alarmfall die Fahrzeuge ABC-Erkundungskraftwagen und Gerätewagen Atem-/Strahlenschutz.